Sie sind hier: Leistungen » Sichere Kommunikation » DE-Mail

Bereitstellung einer zentralen DE-Mail Infrastruktur

Am 3. Mai 2011 ist das De-Mail-Gesetz in Kraft getreten. Damit wurde die Grundlage für den einfachen verbindlichen und vertraulichen Versand elektronischer Dokumente und Nachrichten geschaffen. Auch das E-Government-Gesetz des Bundes ermöglicht es nunmehr, unter bestimmten Voraussetzungen - die in Verwaltungsakten erforderliche Schriftform durch den Versand einer De-Mail zu ersetzen.

Der Zweckverband unterstützt die Verwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern beim Aufbau der erforderlichen Infrastruktur. Ähnlich wie bei der Infrastruktur für den neuen Personalausweis soll auch hier die Lösung zentral beschafft und betrieben werden, was wiederrum für die Kommunen zu Einsparungen führt.

Start der Infrastruktur

Im Frühjahr 2016 geht der Governikus MultiMessenger (GMM) als wichtiger Bestandteil der gemeinsam mit dem Land entwickelten De-Mail-Infrastruktur produktiv. Nach erfolgreichem Abschluss umfangreicher Tests kann der Zweckverband anschließend damit beginnen die ersten Kommunen anzuschließen. Dabei werden im ersten Schritt die bei Mentana-Claimsoft befindlichen De-Mail Inhaber am GMM angeschlossen. Kurze Zeit später können dann auch De-Mail Inhaber anderer Anbieter angebunden werden. Der Verband wird alle Kommunalverwaltungen rechtzeitig über den Ablauf des Verfahrens zum Rollout informieren.


Die De-Mail-Infrastruktur mit dem GMM ermöglicht es, dass De-Mails   direkt aus den eigesetzten Mailprogrammen versendet und in diesen empfangen werden können.  Der GMM stellt auch die direkte Verbindung zur beweiswerterhaltenden Speicherung her und sichert auch die De-Mail-Ablage in einem Dokumentenmanagementsystem.
Verwaltungen, die Ihre De-Mail Adresse bei Mentana-Claimsoft registriert haben, profitieren zusätzlich von 10 weiteren De-Mail Adressen unter ihrer Domäne.

Governikus MultiMessenger statt Gateway

Zwischenzeitlich sind alle De-Mail Provider in der Lage mittels eines Connectors den Governikus MultiMessengers (GMM) zu bedienen. Das bedeutet, dass ein De-Mail Gateway bei Einsatz des GMM entbehrlich ist. Der Einsatz des GMM bietet gegenüber einem De-Mailgateway den Vorteil, dass jede Verwaltung als Inhaber eines De-Mail Postfaches, unabhängig bei welchem Provider sie das Postfach hat, an den GMM angebunden werden kann. Somit kann also die Anbindung der Postfächer providerunabhängig erfolgen.
Der GMM als Alternative zu einem De-Mail Gateway hat zu intensiven Abstimmungen zwischen dem Ministerium für Inneres und Sport M-V und dem Zweckverband geführt. In einem gemeinsamen Workshop zwischen dem Ministerium für Inneres und Sport M-V, der Governikus GmbH & Co. KG als Anbieter des GMM und dem Zweckverband eGo-MV wurden die technischen Rahmenbedingungen sowie die gemeinsame Nutzung dieser Infrastruktur durch Land und Kommunen erörtert. Im Ergebnis der Erwägungsprozesse wurde die Entscheidung getroffen, dass der GMM gemeinsam von Kommunen und Land genutzt werden soll. Die Vorteile liegen darin begründet, dass keine Mehrkosten entstehen, die Anbindung der De-Mail Postfächer providerunabhängig erfolgen können, für den Betrieb durch die gemeinsame Nutzung Land/Kommunen sich die Kosten reduzieren und zum zentralen Service TR-ESOR eine Anbindung durch den GMM erfolgt.
Der GMM ist Bestandteil der Infrastruktur der Governikus-Familie, welche u.a. auch die Infrastruktur des elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfaches (EGVP) beinhaltet. Noch im ersten Halbjahr 2015 sollen der GMM implementiert und die Postfächer der Pilotverwaltungen für den De-Mail Gateway angebunden werden. Desweitern erfolgt parallel dazu die Anbindung des GMM an den zentralen Service TR-ESOR zur beweiswerterhaltenden Speicherung der De-Mails. Im Anschluss an die Pilotphase ist vorgesehen, alle anderen Postfächer an den GMM anzuschließen, um die Weiterleitung der De-Mail Nachrichten in die Mailsysteme der Verwaltungen zu gewährleisten.

Pilotierung eines De- Mail-Gateways begonnen

Das Ministerium für Inneres und Sport Mecklenburg‐Vorpommern, der Zweckverband eGo‐MV und das DVZ als technischer Partner haben auf der Grundlage einer geschlossenen Vereinbarung die Pilotierungsphase eines De‐Mail‐Gateways begonnen. An diesen De‐Mail‐Gateway ist der zentrale Service TR‐ESOR als Beweiswerterhaltungskomponente angebunden. Ebenfalls werden Dokumentenmanagementsysteme an diese Infrastruktur gekoppelt. Die Pilotierungsphase läuft bis zum 31.12.2014.

Abschluss des Umsetzungskonzeptes

Das Sollkonzept zur "zentralen Infrastruktur für De-Mail-Gateway und beweiswerterhaltende Langzeitspeicherung" konnte Ende März fertiggestellt werden. Das Konzept steht nachfolgend zum Download bereit:

 

--> zum Umsetzungskonzept De-Mail

 

An dieser Stelle möchte sich die Geschäftsstelle bei allen mitwirkenden Kommunalverwaltungen, Herrn Lehmann vom DVZ und Herrn Schwalm von Bearing Point bedanken.

Auftakt-Workshop zur Umsetzungskonzeption von De-Mail

Die Teilnehmer der Auftaktberatung zur De-Mail-Umsetzungskonzeption

Für die Erstellung der Konzeption und der sich daran anschließenden technischen Umsetzung wurde beim Zweckverband zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe gebildet. Neben Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle haben sich auch Vertreter aus Mitgliedsverwaltungen zur Mitarbeit bereit erklärt. Es handelt sich hierbei um:

  • Universitäts- und Hansestadt Greifswald
  • Landeshauptstadt Schwerin
  • Hansestadt Rostock
  • Amt Zarrentin
  • Stadt Grevesmühlen
  • Gemeinde Feldberger Seenlandschaft

Die Umsetzungskonzeption wird eine ganzheitliche Betrachtung beinhalten. Es soll unter dem Projekttitel „Zentraler mandantenfähiger De-Mail-Gateway einschließlich Veraktung und beweiswerterhaltender Langezeitspeicherung“ erstellt werden. Mit der Fertigstellung wird Ende März 2014 gerechnet.

 

Die Geschäftsstelle des Zweckverbandes wird die Mitglieder des Verbandes über erreichte Zwischenstände informieren. Für eventuell zu berücksichtigende Hinweise oder Fragestellungen ist die Geschäftsstelle dankbar und bittet um Mitteilung bzw. Zusendung an Herrn Anders.

Zweckverband erhält Unterstützung zum Aufbau einer zentralen DE-Mail-Infrastruktur

Mit Datum vom 16. Oktober 2013 wurde dem Zweckverband bescheinigt, dass unser, im Rahmen der E-Government-Initiative für De-Mail und den neuen Personalausweis eingereichtes Vorhaben unterstützt wird.

Das vorgeschlagene Szenario zur „Bereitstellung eines zentralen mandantenfähiges Gateway inklusive zentraler Veraktung und beweiswerterhaltenden Langzeitspeicherung“ wurde somit als eines der über 60 beim Bundesministerium für Inneres eingegangenen Anträge für eine Förderung ausgewählt. Nun erhält der Verband in den nächsten Monaten Unterstützung bei der Erstellung einer Umsetzungskonzeption.

Bald auch eine De-Mail Infrastruktur für die Mitglieder des Zweckverbandes?

Seit März 2012 läuft eine Initiativ des Bundesministerium des Inneren (BMI) zur Förderung des Einsatzes von De-Mail und des neuen Personalausweises. Diese Initiative stieß auf ein großes Interesse der Behörden in der Bundesrepublik. Deshalb hat das BMI die Initiative bis zum 31. Juli 2013 verlängert.


Der Zweckverband eGo-MV hat ebenfalls eine Interessenbekundung im Rahmen dieser Initiative abgegeben. Bei der Bewerbung um Unterstützungsleistungen durch den Bund geht es um die Erstellung eines Umsetzungskonzeptes, welches den Mitgliedern des Zweckverbandes eine zentrale De-Mail Infrastruktur zu Verfügung stellt. Mit Blick auf das E-Governmentgesetz des Bundes wird damit die Verpflichtung erfüllt, dass jede Verwaltung über einen elektronischen Zugang verfügen muss, der durch die Bürger genutzt werden kann. Mit der Umsetzung des De-Mail Konzeptes für die Mitglieder sparen diese Kosten für eigene Infrastrukturen.

Über den weiteren Fortgang halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Nach oben